Keltenjahr 2012 – auch in Ladenburg

Dieses Jahr steht – archäologisch betrachtet – im deutschen Südwesten bekanntlich ganz im Zeichen der Kelten. Nahezu jedes Museum, das auch nur ein paar interessante keltische Exponate hat und etwas auf sich hält, tritt daher mit einem Museumsfest, einer Sonderausstellung oder zumindest mit ein paar Vorträgen an die Öffentlichkeit. Eine Liste der Veranstaltungen in diesem Jahr hat die Landesdenkmalpflege ins Netz gestellt. Der unbestrittene Höhepunkt dieses keltischen Reigens ist sicherlich die große Sonderausstellung »Die Welt der Kelten. Zentren der Macht – Kostbarkeiten der Kunst«, die bis zum 17 Februar 2013 im Archäologischen Landesmuseum zu Stuttgart zu sehen ist. Am 8. November startet nun auch das Lobdengau-Museum zu Ladenburg mit einer Vortragsreihe. Dazu sowie zu seiner bisherigen Arbeit hat der neue Direktor des Museum, Dr. Andreas Hensen, nun ein Interview der Rhein-Neckar-Zeitung gegeben.

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Literatur und mehr

Auf der Literaturseite meiner Noveasium-Website weise ich zwar bereits darauf hin. Vermutlich hat aber nicht jeder Besucher des Blogs oder der Website die Seite besucht. Daher hier noch einmal der Hinweis auf mein Konto bei BibSonomy (http://www.bibsonomy.org/user/novaesium).

Dort steht jedem Besucher eine relativ umfangreiche Sammlung von Publikationen und Internetadressen zum römischen Neuss im Besonderen und zur römischen Archäologie in den Nordwestprovinzen im Allgemeinen zur Verfügung. Die Zusammenstellung wird nach und nach in unregelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert. Sucht man nach Einträgen zu einem bestimmten Thema, so kann dazu die Tag-Liste am rechten Rand verwendet werden. BibSonomy bietet zudem die Möglichkeit, die Literatureinträge entweder über die Formate BibTeX oder Endnote in die eigene Literaturverwaltung zu übernehmen oder sie, ›aufbereitet‹ durch verschiedene Zitationsstile (u.a. Harvard und DIN 1505), per »copy & paste« in ein Dokument einzufügen.

Diejenigen, die mit Zotero arbeiten, sind sogar in der glücklichen Lage, die Einträge direkt über das entsprechende Zeichen in der Adress-Zeile des Browsers zu importieren. Sehr praktisch.

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Funde des Dormagener Lagervicus

Wie die Neuss-Grevenbroicher Zeitung vergangene Woche berichtete, wurden bei einer Notgrabung in Dormagen, auf dem Gelände der künftigen Seniorenresidenz an der Langmarkstraße, Reste des Lagervicus gefunden. Neben zahlreichen Kleinfunden seien dies u.a. »Gebäude-Grundrisse […] und Reste eines Baus aus der Mitte des 2. Jahrhunderts […], eine Art Unterstand mit Überdachung – fast wie ein Carport heute«. Zudem seien an einer Stelle Knochen zutage gekommen, die »auf ein vergrabenes Pferd hindeuten«.

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Krebbers Köln

In der »Lokalzeit Köln« hat der WDR am vergangenen Samstag einen etwas launigen Spaziergang Gerd Krebbers durch’s römische Köln ausgestrahlt:

Römisches Köln in 3D, WDR, 06.10.2012

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Funde aus der Kölner U-Bahn-Grabung

Im November wird im Römisch-Germanischen Museum zu Köln die Sonderausstellung »ZeitTunnel. 2000 Jahre Köln im Spiegel der U-Bahn-Archäologie« eröffnet, in der bis zum 5. Mai nächsten Jahres ein Querschnitt der rund 2,5 Millionen Funde aus den Grabungen der Nord-Süd-Stadtbahn präsentiert wird. Zu den Vorbereitungen hat der WDR in der »Lokalzeit aus Köln« am 28.08.2012 einen Filmbeitrag gesendet, in dem sich auch der Leiter der Grabungen und Direktor des Museums, Marcus Trier, in einem Interview zu den Grabungen und der Ausstellung äußert.

Akroter in Form einer Theatermaske von einem römischen Grabmal, 1. Jh. n. Chr., Ausgrabung am Clodwig-Platz, Köln. © Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv

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Die Legionen von Mainz/Mogontiacum

Das römische Mainz (Mogontiacum) ging bekanntlich aus einem 13/12 v.Chr. gebauten Zweilegionenlager im Gebiet des heutigen Kästrich (lat. castra) hervor und war zunächst Roms Operationsbasis für die Germanienfeldzüge und römisches Hauptquartier der oberen Heeresgruppe Germaniens. Seinen militärischen Charakter behielt Mainz auch während seiner Zeit als Hauptstadt der neu eingerichteten Provinz Obergermanien und unterschied sich dadurch wesentlich von anderen Verwaltungszentren wie Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) oder Trier (Augusta Treverorum).

Diesem Charakteristikum widmet sich seit dem 24. August die erste Kooperationsausstellung der rheinland-pfälzischen Landesmuseen »Im Dienst des Kaisers« im Rheinischen Landesmuseum Trier, die noch bis zum 7. April 2013 zu sehen sein wird. Rund 250 Exponate aus der Sammlung des Landsmuseums Mainz, darunter Grabsteine von Soldaten sowie zahlreiche Waffen und Ausrüstungsgegenstände, dokumentieren nicht nur das Dienst- und Alltagsleben der römischen Legionäre in Mogontiacum, sondern auch die römische Militärgeschichte von Rheinland-Pfalz insgesamt.

Siehe auch:

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Spätantiker Hortfund in Alzey entdeckt

Bei Ausgrabungen im Rahmen von Baumaßnahmen im Bereich des zwischen 360er Jahren errichteten und gut hundert Jahre später wieder aufgegebenen römischen Kastells von Alzey wurden »Schmuckstücke einer Fränkin oder Alamannin« (zwei Bügelfibel-Paare aus Silber und goldene Ohrringe mit Granatsteinen) entdeckt. Entsprechend des Fundkontextes wurde der Hort wohl im 5. Jh. vergraben. Nach Aussage von Ronald Knöchlein, der mit der Bearbeitung der Objekte betraut wurde, sei »das kompakte Vorkommen des Fundes in einem so genannten Hort europaweit einzigartig.«

Quelle: Sensationeller Fund aus dem 5. Jahrhundert bei Ausgrabungen in Alzey, Allgemeine Zeitung, 28.09.2012

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