Neues Gräberfeld bei Trier entdeckt

In Trier, auf einem Acker in der links der Mosel gelegenen Eurener Flur, nahe der  Trierer Schleuse, wurde vor kurzem ein gallo-römisches Gräberfeld mit ca. 130 Gräbern samt Beigaben gefunden. Nach Aussage der Ausgräber wurde es rund 400 Jahre lang, von etwa 30 v.Chr. bis um 350 n.Chr., kontinuierlich genutzt, also auch schon gut anderthalb Jahrzehnte vor der Gründung der Colonia Augusta Treverorum. Der Fund sei auch insofern bedeutend, als es »im Trierer Land […] zwar viele römische Grabfunde [gebe], jedoch kaum ein vollständig untersuchtes Gräberfeld«. Über die Bestatteten selbst lassen sich noch keine verbindlichen Aussagen treffen. Grabungsleiter Hartwig Löhr vom Rheinischen Landesmuseum Trier vermutet, dass es sich um Mitglieder der einheimischen Oberschicht handelte, die aufgrund ihres Landbesitztes wohlhabend genug waren, römische Importe respektive Luxusgegenstände zu erwerben. Vermutlich stammen sie, so Hans Nortmann, Leiter der Direktion Landesarchäologie, von einem nahe gelegenen Gehöft, wobei neben den Besitzern wahrscheinlich auch das Gesindel hier bestattet wurde. In den meisten Fällen handelt es sich um Brandbestattungen. Einige Tote seien indes auch in Holz- oder Steinsärgen begraben worden. Ein solches Exemplar aus der Mitte des 4. Jhs. wurde am Mittwoch bei einem Pressetermin geborgen und erstmals geöffnet.

Quelle: Römisches Gräberfeld in Trier gefunden und  Ein Friedhof als Zeuge für römisches Leben, Trierischer Volksfreund, 12.09.2012

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