Die villa rustica von Blankenheim und der »Erlebnisraum Römerstraße«

Im Zusammenhang mit der regionale 2010 hatte die Gemeinde Blankenheim beschlossen, die auf ihrem Gebiet zuerst 1894 von Constantin Koenen ausgegrabene villa rustica der Öffentlichkeit neu zu präsentieren und touristisch zu erschließen. Den Zuschlag für die Realisierung des Projekts erhielten das Architekturbüro Schneider und Schumacher aus Frankfurt a.M. und das Kasseler Landschaftsarchitektenbüro GTL Gnüchtel Triebswetter (s. dazu die Pressemitteilung [PDF-Datei] der Gemeinde zum Abschluss des Realisierungswettbewerbs und http://www.competitionline.com/de/wettbewerbe/27052). Ein Teil der ›Rekonstruktion‹ ist die dem Wohnhaus ursprünglich vorgelagerte Porticus, die mit modernen Materialien in Form von Stahl-Lamellen ›nachgebaut‹ wird. Das Richtfest dafür fand vor wenigen Tagen statt.

© Regionale 2010

Die vom Ende des 1. Jhs. bis zum 4. Jh. genutzte villa rustica ist einer der größten in Nordrhein-Westfalen ausgegrabenen römischen Gutshöfe. Sie ist, so Ursula Heimberg (Bonner Jahrbücher202/203, 2002/2003, 84 mit Abb. 18; dies., Villa rustica [2011] 25 mit Abb. 3), zudem das einzige aus der Provinz Niedergermanien bekannte Beispiel eines axial konzipierten Villenkomplexes, bei dem die symmetrisch an den Längsmauern aufgereihten Nebengebäude von dem an einer Schmalseite des Hofes gelegenen Wohnhaus dominiert werden.

Die Neugestaltung bzw. -erschließung der Anlage ist eingebunden in das von 18 Kommunen und dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege getragene Projekt »Erlebnisraum Römerstraße«. Dessen Ziel ist es, »die in Vergessenheit geratenen, im Boden aber zu einem großen Teil noch gut erhaltenen römischen Staatsstraßen von Köln nach Trier/Lyon und von Köln nach Boulogne-sur-Mer (bei Calais) sowie wichtige Denkmäler in ihrem Umfeld erlebbar zu machen und touristisch zu vermarkten.« Zu Einzelheiten s. auch die Angaben und Bilder auf der Website der regionale2010.

© Landschaftsverband Rheinland

Weitere Informationen:

Zur villa rustica s.:

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