»Jäger der verlorenen Geschichte« – eine neue Ausstellung in Neuss

Bei Präsentationen archäologischer Themen in der Öffentlichkeit liegt der Fokus in der Regel auf den Funden oder Fundorten. Die ›moderne(n)‹ Geschichte(n) hinter den Objekten, also wie es zu ihrer Entdeckung oder wissenschaftlichen Erschließung kam, wird leider meist, wenn überhaupt, nur am Rande behandelt. Dabei ist sie oftmals so spannend wie die Exponate selbst, und sie zeigt überdies, wie sich unser Verhältnis zur Vergangenheit und zu ihren Zeugnissen im Laufe der Zeit verändert hat.

Vor diesem Hintergrund ist es dem Clemens-Sels-Museum hoch anzurechnen, dass es aktuell in einer Ausstellung, die bis zum 19. August geöffnet sein wird, die Geschichte der archäologischen Entdeckungen in Neuss präsentiert. Einen Schwerpunkt bilden natürlich die Funde und Kontexte aus römischer Zeit. Die archäologische Erforschung des Mittelalters und der Neuzeit, die vor allem seit dem späten 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Untersuchungen steht, wird indes gleichermaßen thematisiert. Dabei werden jedoch nicht nur die Forscher- und Sammlerpersönlichkeiten, wie etwa Hermann Jäger, Clemens Sels und Constantin Koenen, und ihre Verdienste vorgestellt, sondern auch die Entwicklung der Grabungs- und Untersuchungsmethoden. Ein hochinteressantes Thema!

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