Ist die flächendeckende Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen gefährdet?

In einem kürzlich auf archaeologie-online.de veröffentlichten Beitrag wird auf eine für die Bodendenkmalpflege durchaus bedrohliche Gesetzteslage hingewiesen. Dabei geht es um die Frage, wer bei Baumaßnahmen die Kosten für eventuell notwendige Rettungsgrabungen und entsprechende archäologische Dokumentationen trägt. Bislang kam dafür in der Regel der Bauträger auf, jedenfalls so lange die Kosten »im Rahmen des Zumutbaren« lagen. Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom Herbst letzten Jahres gilt dieses Verursacherprinzip jedoch nicht mehr, da »es dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalens an einer klaren Formulierung [in dieser Hinsicht] fehle«. Die Folge könnte nun sein, dass aufgrund mangelnder finanzieller Mittel ein Großteil der von Baumaßnahmen betroffenen Bodendenkmalsubstanz verloren gehen wird. Damit wäre auch die Existenzgrundlage von Firmen gefährdet, die mit den archäologischen Arbeiten befasst wären. Zu mehr Details und weiterführenden Links s. den bereits erwähnten Beitrag.

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